Was sich Kinder mit Dyskalkulie wünschen würden
Wenn Kinder Schwierigkeiten mit Mathematik haben, sprechen sie nicht immer offen darüber.
Manche sagen:
„Ich mag Mathe einfach nicht.“
Andere ziehen sich zurück, vermeiden Hausaufgaben oder werden schnell wütend.
Und manche wirken nach außen ruhig – obwohl sie innerlich längst überzeugt sind:
„Ich kann das sowieso nicht.“
Kinder mit Dyskalkulie oder anhaltenden Rechenschwierigkeiten erleben oft über lange Zeit, dass Mathematik anstrengender ist als für andere.
Sie vergleichen sich.
Sie geben sich Mühe.
Und sie erleben trotzdem immer wieder Situationen, in denen etwas nicht gelingt.
Wenn Kinder ihre Gedanken in solchen Momenten aussprechen könnten, würden ihre Wünsche vielleicht ungefähr so klingen.
Ich wünsche mir, dass ihr seht, wie sehr ich mich anstrenge
Auch wenn es manchmal nicht so aussieht.
Auch wenn ich langsam arbeite.
Auch wenn ich Fehler mache.
Viele Kinder mit Rechenschwierigkeiten geben sich große Mühe.
Nicht alles, was leicht aussieht, fühlt sich für jedes Kind leicht an.
Ich wünsche mir, dass ihr nicht denkt, ich bin faul
Kinder möchten lernen.
Sie möchten dazugehören.
Und sie möchten erleben, dass sie etwas schaffen.
Wenn Mathematik immer wieder schwerfällt, ziehen sich manche Kinder zurück oder vermeiden Aufgaben.
Nicht aus Desinteresse.
Sondern oft aus Angst, wieder zu erleben, dass es nicht gelingt.
Ich wünsche mir, dass ihr mir Zeit gebt
Kinder lernen unterschiedlich.
Manche brauchen mehr Wiederholungen.
Andere brauchen einen anderen Zugang.
Mehr Zeit bedeutet nicht weniger Fähigkeit.
Manchmal bedeutet sie nur:
Mein Weg sieht anders aus.
Ich wünsche mir, dass ihr meine kleinen Erfolge seht
Für manche Kinder ist ein kleiner Schritt etwas Großes.
Eine Aufgabe verstehen.
Einen Rechenweg nachvollziehen.
Sich etwas zum ersten Mal zutrauen.
Diese Momente wirken von außen manchmal unscheinbar.
Für Kinder können sie sehr bedeutend sein.
Ich wünsche mir, dass ihr versteht: Ich möchte Mathe nicht auswendig lernen – ich möchte sie verstehen
Kinder mit Dyskalkulie profitieren häufig nicht davon, immer mehr zu üben oder Rechenwege nur zu wiederholen.
Viele brauchen die Möglichkeit, Zusammenhänge aufzubauen und Mathematik Schritt für Schritt zu verstehen.
Denn wenn Kinder beginnen zu verstehen, entstehen häufig neue Erfahrungen:
„Ich kann lernen.“
„Ich kann Fortschritte machen.“
„Ich verstehe mehr als früher.“
Und genau daraus kann neues Vertrauen entstehen.
Das Wichtigste zum Schluss: Ihr Kind möchte lernen
Auch wenn Mathematik im Moment belastend ist.
Auch wenn Hausaufgaben schwierig sind.
Auch wenn Ihr Kind gerade wenig Vertrauen in sich selbst hat.
Kinder mit Rechenschwierigkeiten möchten nicht weniger.
Sie brauchen häufig etwas anderes.
Mehr Verstehen.
Mehr passende Unterstützung.
Und Menschen, die weiter an sie glauben – auch dann, wenn Lernen gerade schwer geworden ist.
Sie wünschen sich Orientierung und Unterstützung?
Nicht jede Schwierigkeit in Mathematik löst sich durch mehr Übung. Manchmal hilft es, genauer hinzuschauen und Zusammenhänge besser zu verstehen.
Als erfahrene Dyskalkulietherapeutin begleite ich Kinder und ihre Familien dabei, individuelle Wege zu mehr Sicherheit und Lernfreude zu finden.
Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Kind kennenzulernen.
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